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Was war los

Berichte über Veranstaltungen

Informationsveranstaltung zur Bebauung zwischen der Ricarda-Huch-Straße und der Autobahn

Zum ursprünglichen städtebaulichen Konzept des Kirchsteigfelds gehörten bereits in der Planung der 1990er Jahre gewerblich genutzte Bereiche entlang der Autobahn – einschließlich eines Hochhauses auf der Achse der Anni-von-Gottberg-Straße. Seit mehr als 20 Jahren liegen die dafür vorgesehenen Flächen jedoch weitgehend brach. Wie schon mancher Konflikt in der Vergangenheit zeigte, wäre zwar nicht jede denkbare Bebauung des Areals für die Bewohner und deren Lebensqualität wünschenswert, aber die Flächen nur weiter brach liegen zu lassen, liegt auch nicht im Interesse der Attraktivität des Stadtteils.

Entsprechend hoch war die Beteiligung vieler Anwohnerinnen und Anwohner an einer Informationsveranstaltung, zu der die »Initiative Kirchsteigfeld« am 23. Januar 2019 in die Versöhnungskirche im Kirchsteigfeld einlud. Es kamen ca. 300 Interessierte, um zuzuhören und mitzureden, wozu es reichlich Gelegenheit gab.

Die Planer und Investoren für das Areal wollten die nächsten Schritte in dessen Entwicklung nämlich nicht gehen, ohne die Bewohner des Kirchsteigfeldes zu informieren und einzubeziehen. So nahmen sie Kontakt zu Herrn Daniel Keller auf, der im Kirchsteigfeld wohnt, mit der Initiative Kirchsteigfeld verbunden ist und sich für die SPD kommunalpolitisch engagiert. Die Initiative übernahm es dann, Flyer und Plakate zu verteilen und die Veranstaltung zu moderieren. Nach einer Begrüßung durch Herrn Pastor Voller-Morgenstern erklärte Herr Keller, dass die Fraktionen der SPD, der LINKEN und der CDU/ANW gemeinsam einen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht haben, um die planungsrechtlichen Voraussetzungen für das Vorhaben so zu schaffen, wie es nun entwickelt werden soll.

Eine wesentliche Veränderung gegenüber der bisherigen Planung besteht in der Absicht, auch auf der heute noch unbebauten Seite der Ricarda-Huch-Straße zunächst Wohnhäuser zu errichten und erst hinter diesen Wohnhäusern Gewerbeflächen zu schaffen, die bis zur Autobahn reichen. Bisher war dieser Bereich ausschließlich für eine gewerbliche Nutzung vorgesehen, so dass das neue Konzept einen entsprechenden Beschluss der Stadtverordneten voraussetzt.

Eckdaten und Details wurden durch Repräsentanten der »Egenter und Czischka GmbH«, der »Open Space Development GmbH« sowie der »Freien Planungsgruppe Berlin« vorgestellt, die das Projekt gemeinsam betreiben.

Die Gebäude für die gewerblichen Nutzungen können bis zu zehn Geschosse in die Höhe ragen, das genannte Hochhaus am Ende der Anni-von-Gottberg-Straße zieht die Blicke in eine Höhe von 16 Geschossen, was dem Kirchsteigfeld von der Autobahn aus betrachtet eine prägnante Silhouette gibt. Ein Nebeneffekt für die Wohnhäuser besteht im Lärmschutz zur Autobahn, den die gewerbliche Bebauung bieten dürfte.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Erschließung der neuen Flächen im Straßenverkehr. Sowohl in der Bauphase als auch in der späteren Nutzung sollen die vorhandenen Straßen des Kirchsteigfelds nicht mehr als bislang belastet werden. Geplant ist daher eine Straße, die das Gewerbegebiet direkt mit der Anbindung der Trebbiner Straße an die Landesstraße 79 verbindet. So gibt es einen kurzen Weg, der nicht durch das Wohngebiet führen wird, zum vorhandenen Autobahnanschluss Potsdam-Drewitz. Ein weiterer Autobahnanschluss ist jedoch nicht geplant. Die vorgesehene Verbindungsstraße kann nur durch den kleinen Wald führen, der zwischen der Wendeschleife der Straßenbahn, der Autobahn und der Trebbiner Straße gelegen ist. Es bestehen keine Absichten, diese Waldfläche über den Bau der Verbindungsstraße hinaus in Anspruch zu nehmen.

Die Entwickler rechnen damit, dass im Kirchsteigfeld bis zu 4.500 neue Arbeitsplätze entstehen können. Die 750 Wohnungen bieten Platz für etwa 1.500 neue Nachbarn. Das zieht einen weiteren Bedarf an Einrichtungen wie eine Kita, Gastronomie oder Projekte für altersgerechtes Wohnen nach sich. Jede fünfte Wohnung soll eine Sozialwohnung sein.

Auf die Frage eines Teilnehmers nach den Parkplätzen für die vielen neuen Bewohner und diejenigen, die im Kirchsteigfeld einen Arbeitsplatz haben, wurde erklärt, dass dafür Tiefgaragen mit ausreichender Kapazität vorgesehen sind.

Die Anwohner nutzten die Gelegenheit und machten unter anderem auf den Bedarf nach geeigneten Flächen für Kinder und Jugendliche aufmerksam, auf den Naturschutz, vorhandene Vogelarten, den Zustand des Hirtengrabens und vieles mehr.

Und was für Stadtplaner wie für Investoren sicher nicht alltäglich ist: Die durchaus kritischen Kirchsteigfelder trugen nicht nur eine Vielzahl sehr berechtigter Fragen und Einwände vor, sondern brachten auch ihre Anerkennung dafür zum Ausdruck, dass hier etwas entwickelt wird, das dem Kirchsteigfeld insgesamt dient.

Die Planer nahmen nicht nur eine Vielzahl von Impulsen auf, sondern brachten auch ihre Bereitschaft zum Ausdruck, mit den Bewohnerinnen und Bewohnern des Kirchsteigfelds im Kontakt zu bleiben. Die »Initiative Kirchsteigfeld« bietet dafür weiterhin gern eine Plattform.

 

 

Presse:

 

Bilder: Karl-Heinz Winkens/Open Space Development GmbH

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